Im Wachen träumen
10. Mai – 5. Juli 2026
Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst, BLmK, Frankfurt (Oder), FF Packhof
Eröffnung am 10. Mai 2026
Begrüßung Ulrike Kremeier, Direktorin BLmK, Einführung Linn Kroneck, Kustoden Sammlung Malerei und Zeichnung, Sabine Herrmann liest Texte von Joachim Völkner zur Musik
In den vergangenen Jahren hat das BLMK immer wieder Teilkonvolute des 1949 in Berlin geborenen und 1986 ebenda verstorbenen Künstlers Joachim Völkner übernommen. Bis dato wurden regelmäßig spezifische Werkserien in Gruppenausstellungen integriert, nun zeigt das BLMK die erste Einzelausstellung des Künstlers seit dem Mauerfall. Joachim Völkner eroberte sich die Malerei autodidaktisch. Aufgewachsen im proletarischen Milieu des Prenzlauer Berges, bewegten ihn soziale Verwerfungen.
Im Zentrum der Schau stehen die in den späten 1970er Jahren entstandenen Kinderbilder, die im Anschluss an die Tätigkeit des Künstlers als Kindergartenhelfer entstanden sind. Die ermatteten Individuen mit ihren überlängten Anatomien machen betroffen. Vor engen, grauen Mauern treten sie uns in schutzloser Direktheit gegenüber. Die Kinderbildnisse schauen hoffnungslos in die Zukunft. In der Ausstellung werden auch kleinformatige Selbstporträts gezeigt. In Vorahnung des nahenden Todes verknappte Völkner die Formen zu immer rücksichtsloseren Zitterspuren. Mit nur 36 Jahren erlag er seiner schweren Erkrankung.
Innerhalb der Ausstellung werden auch Bilder von Lutz Friedel, Rolf Händler, Willy Kriegel, Curt Querer, Hans Vent und Doris Ziegler gezeigt.










